Projekte

KMUdigital

Mit digitalem und agilem Kompetenzaufbau gehen KMU den Weg zu Arbeit & Industrie 4.0 (KMUdigital)

Programm: KMU-innovativ: Produktionsforschung
Bekanntmachung: KMU-innovativ: Produktionsforschung (ab 2016)
Wettbewerb: 04. Runde, Stichtag 15.04.2017

Kurzbeschreibung:
Das Verbundvorhaben KMUdigital fokussierte die bewusste Auseinandersetzung mit dem digitalen Wandel im Rahmen von Arbeit & Industrie 4.0. Dieser Wandel wurde für drei produzierende KMU mit einer digitalen Plattform (digitale Lernmethoden, multimediale Kommunikationsinstrumente und vernetzte Projektplattform) unterstützt. Ein Ausbildungsprogramm zur inhaltlichen Qualifizierung und Veränderungsfähigkeit von Mitarbeitern und Führungskräften wurde mit und für diese Unternehmen entwickelt. Parallel dazu wurden KMU-interne integrale Coaches ausgebildet, die die unternehmensinternen Digitalisierungsprojekte gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen und Projektteams realisierten. Ziele waren die nachhaltige Steigerung der Effizienz in Produktion, Kommunikation, Produktentwicklung, die Förderung der Veränderungsbereitschaft der Beschäftigten sowie die Etablierung eines gesunden Umgangs mit der digitalisierten Arbeitswelt. Das Projekt gibt KMU finanzierbare und greifbare Instrumente an die Hand, die das Potenzial besitzen als Selbstläufer im Unternehmen zu wirken und den anstehenden, digitalen Wandel proaktiv zu gestalten.

www:
https://imu-augsburg.de/bmbf-forschungsprojekt-kmu-digital-kmu-gestalten-den-digitalen-wandel-proaktiv-und-dauerhaft-im-eigenen-unternehmen/

Projektdauer: 01.01.2018 − 31.12.2019

Projektkoordinator:
Jochen Rieger
WDT - Werner Dosiertechnik GmbH & Co. KG
Telefon: +49 8272 98697-321
E-Mail: j.rieger@werner-dosiertechnik.de

Ansprechpartner bei PTKA:
Dipl.-Ing. Martina Göttel
Telefon: +49 721 608-28561
E-Mail: martina.goettel@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Die Chancen und neuen Möglichkeiten des digitalen Wandels werden in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bisher nur bedingt genutzt. Mangelndes Know-how, geringe Veränderungsbereitschaft, hoher Qualifizierungsaufwand und fehlende Grundlagen für die Übertragung geeigneter technischer Lösungen sind neben finanziellen Einschränkungen die Hauptgründe für die zögerliche Auseinandersetzung der KMU mit Industrie 4.0. So werden digitaler Wandel und Industrie 4.0 eher als Thema für die Managementebene als für die Mitarbeiter der Produktion gesehen. Gerade auf Mitarbeiterebene stehen die Menschen dem Thema unsicher und eher abwartend gegenüber. Notwendig sind geeignete Konzepte zur Etablierung eines gesunden Umgangs mit der digitalisierten Arbeitswelt.

Projektziel
Ziel des KMU-innovativ-Projekts KMUdigital war die bewusste Auseinandersetzung mit dem digitalen Wandel im Rahmen von Arbeit und Industrie 4.0 in KMU. Für KMU wurde eine systematische Vorgehensweise und entsprechende Werkzeuge entwickelt, mittels derer die Unternehmen den eigenen Wandel von innen heraus selbst gestalten können.

Vorgehensweise
Anhand von konkreten Digitalisierungsprojekten wurde die Veränderungsfähigkeit der gesamten Organisation in drei produzierenden Unternehmen erprobt und mit einer digitalen Plattform unterstützt. Letztere umfasste digitale Lernmethoden (blended learning), multimediale Kommunikationsinstrumente (Videotelefonie) und eine vernetzte Projektsteuerung. Ein Ausbildungsprogramm zur inhaltlichen Qualifizierung und Veränderungsfähigkeit von Mitarbeitern und Führungskräften wurde zusätzlich entwickelt. Parallel dazu wurden KMU-interne Betreuer, die sogenannten integralen Coachen, ausgebildet, welche die unternehmensinternen Digitalisierungsprojekte gemeinsam mit Projektteams umsetzten. Angestrebte Digitalisierungsprojekte waren z. B. ein elektronisches Dokumentenmanagement in Verbindung mit der Digitalisierung von Prozessen, ein digitaler Entwicklungsprozess von der Zeichnung bis zur Stückliste oder die digitale Führung.

Anwendungspotenzial und Ergebnisse
Das Projekt gibt Unternehmen greifbare Instrumente an die Hand, um den anstehenden digitalen Wandel proaktiv zu gestalten. Im Rahmen der Ausbildung wurde bewusst der Fokus auch auf die Persönlichkeitsentwicklung gelegt. Die Interviews mit Teilnehmern, die zum Projektabschluss durchgeführt wurden, machten deutlich, dass die persönliche Reflexionskompetenz, verbunden mit Empathie für die Kolleginnen und Kollegen essentiell für den Erfolg der Digitalisierungsprojekte waren. Erst durch das gegenseitige Verständnis erhöhte sich die Veränderungsbereitschaft und der Weg zu neuen Lösungen wurde frei. Auch das firmeninterne Qualitäts- und Wissensmanagement erfuhr eine Digitalisierung. In Eigenregie entstanden zahlreiche Videos für verschiedenste Einsatzmöglichkeiten wie onboarding, qualitätsgesicherte Maschinenbedienung oder digitale Anleitungen für Kunden. Neben den projektbezogenen Inhalten der Ausbildung wird die digitale Lernplattform blink.it in den Anwendungsunternehmen nun auch für firmeneigene Inhalte genutzt. Die Projektergebnisse wurden und werden auch weiterhin über IHK-Informationsveranstaltungen (z.B. IHK Schwaben), Unternehmensnetzwerke (Integrale Unternehmer Ulm) und Branchenverbände (BVMW) zugänglich weiteren Firmen zugänglich gemacht.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu