Projekte

AKTIV-kommunal

Arbeitsgestaltung für kommunale Unternehmen in digitalen Innovations- und Veränderungsprozessen (AKTIV-kommunal)

Programm: PDA Zukunft der Arbeit
Bekanntmachung: Arbeit in der digitalisierten Welt
Wettbewerb: Arbeit in der digitalisierten Welt (Verbundprojekte)

Kurzbeschreibung:
Das Projekt AKTIV-kommunal entwickelt Konzepte und Lösungen für die Durchführung digitaler Veränderungsprozesse in der Kommunalwirtschaft. Auf der Grundlage von Anforderungsanalysen arbeiten die wissenschaftlichen Partner gemeinsam mit den kommunalen Unternehmen an der Neuausrichtung von Arbeitsprozessen in digitalisierten Geschäftsmodellen ebenso wie an der Umsetzung von räumlich und örtlich flexiblen und mobilen Arbeitsmodellen. Darüber hinaus werden digitale Führungskonzepte eingeführt. In einem integrierten Projektansatz werden Führungskräfte und Betriebsräte als Kompetenzträger in die Entwicklung digitaler Lösungen einbezogen. Die Ansätze und Ergebnisse fließen in ein „Transferkonzept KMU“ sowie ein „Leitbild Kommunalwirtschaft 2025“ ein, die zusammen einen Werkzeugkoffer zur Gestaltung digitaler Arbeitswelten bereitstellen.

www:
http://www.aktiv-kommunal.de/

Projektdauer: 01.04.2017 − 31.03.2020

Projektkoordinator:
Prof. Margret Borchert
Universität Duisburg-Essen - Lehrstuhl für Personal und Unternehmensführung
Telefon: +49 203 379-2647
E-Mail: margret.borchert@uni-due.de

Ansprechpartner bei PTKA:
Dipl.-Ing. Barbara Mesow
Telefon: +49 721 608-31428
E-Mail: barbara.mesow@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Kommunale Versorgungsunternehmen stehen vor gravierenden Veränderungen. Wie in anderen Branchen wandeln sich durch die Digitalisierung die Geschäftsmodelle; Kundeninteraktionen werden neu zugeschnitten und Arbeitsprozesse werden teilautomatisiert. Die Beschäftigten sind dadurch mit neuen Aufgaben und Arbeitsinhalten konfrontiert. Gleichzeitig erbringt die mittelständisch geprägte Kommunalwirtschaft gesellschaftlich notwendige Dienstleistungen. Dies setzt insbesondere ein hohes Maß an Versorgungs- und Prozessstabilität voraus. Digitalisierung trifft in der Kommunalwirtschaft folglich auf besondere Rahmenbedingungen, die spezifische Gestaltungs- und Umsetzungslösungen erfordern. Dabei sind unternehmens- und branchenspezifische Lösungen zur Gestaltung digitaler Arbeitswelten gefragt. Sie müssen digitale Effizienzvorteile nutzen, zugleich aber einen Mehrwert für Mitarbeiter, Unternehmen und die Gesellschaft darstellen. Soziale Innovationen dieser Art können Leitbildcharakter nicht nur für andere Unternehmen der Daseinsvorsorge, sondern auch für andere Wirtschaftszweige haben.

Ziel
Das Projekt AKTIV-kommunal entwickelt Konzepte und Lösungen für die Durchführung digitaler Veränderungsprozesse in der Kommunalwirtschaft. Die Ansätze und Ergebnisse fließen in ein „Transferkonzept KMU“ sowie ein „Leitbild Kommunalwirtschaft 2025“ ein , die zusammen einen Werkzeugkoffer zur Gestaltung digitaler Arbeitswelten bereitstellen.

Vorgehensweise
Auf der Grundlage von Anforderungsanalysen arbeiten die wissenschaftlichen Partner gemeinsam mit den kommunalen Unternehmen an der Neuausrichtung von Arbeitsprozessen in digitalisierten Geschäftsmodellen ebenso wie an der Umsetzung von räumlich und örtlich flexiblen und mobilen Arbeitsmodellen. Darüber hinaus werden digitale Führungskonzepte eingeführt. In einem integrierten Projektansatz werden Führungskräfte und Betriebsräte als Kompetenzträger in die Entwicklung digitaler Lösungen einbezogen.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial
Mit den Instrumenten, Modellen und Lösungsansätzen des Werkzeugkoffers erhalten kommunale Unternehmen wichtige Hilfestellungen, um Chancen und Risiken der Digitalisierung von Arbeitsprozessen bewerten zu können und ihren Weg in digitalisierte Arbeitswelten zu planen. Das auf Basis von Pilotanwendungen validierte Instrumentarium wird wesentliche Unterstützung zur eigenständigen Gestaltung von digital gestützten Arbeitsprozessen in kommunalen Unternehmen bieten. Insbesondere die von Beginn an in die Entwicklungsarbeiten des Verbunds integrierten Transferpartner ver.di und VKU können einen breiten Einsatz der Entwicklungsergebnisse nach Projektende sichern. Darüber hinaus entwickeln die Projektpartner sich selbst tragende Forschungs-, Beratungs- und Weiterbildungsdienstleistungen, die ebenfalls zur Etablierung des neuen Leitbilds in der Kommunalwirtschaft beitragen werden.
Gelingt die breite Etablierung dieses Leitbildes sind positive Beschäftigungseffekte, soziale Innovationen zur Humanisierung der Arbeitswelt und ökonomische Vorteile zur Sicherung der Existenzfähigkeit der Unternehmen und der Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern insbesondere in kommunalen Unternehmen zu erwarten. Bereits zum Projektende werden diese Effekte an den repräsentativen Pilotbeispielen der Anwendungspartner nachgewiesen werden können.

Publikationen

LEITBILD Arbeitswelten der kommunalen Energieversorger 2025
Autor: Borchert, M.; Becker, S.; u.a.
Verlag: Eigenverlag Fraunhofer IAO
Erscheinungsjahr: 2019
ISBN: urn:nbn:de:0011-n-5621615
Beschreibung: Die Digitalisierung fordert kommunale Unternehmen der Energiewirtschaft mit ihren spezifischen
Governancestrukturen und institutionellen Rahmenbedingungen heraus. Im Rahmen
der Planung und Umsetzung von Digitalisierungsstrategien stehen innovative markt- und effizienzbezogene
Gestaltungskonzepte im Mittelpunkt, mit denen weitreichende Innovationen
und Prozessoptimierungen realisiert werden. Darüber hinaus wird sehr deutlich, dass die
Digitalisierung auch bei kommunalen Energieversorgern mit bedeutenden Veränderungen der
bisher gewohnten Arbeitswelt einhergeht. Dies geschieht z.B. im Kontext der Entwicklung
digitaler Geschäftsmodelle, der Entwicklung agiler Arbeitskulturen sowie der Förderung der
Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeiter*. Die immer stärker digitalisierten und digitalisierbaren
Arbeitsprozesse enthalten immer mehr räumlich und zeitlich verteilte, technisch vernetzte
sowie partizipative Aktivitäten, an denen Geschäftsführungen, Führungskräfte, Mitarbeiter
und Betriebsräte beteiligt sind.

Vor diesem Hintergrund wurde das vorliegende Leitbild Arbeitswelten der kommunalen Energiewirtschaft
2025 entwickelt. In dieses Leitbild fließen wesentliche Projektergebnisse des
Forschungs- und Entwicklungsprojekts AKTIV-kommunal ein. Ziel des hier dokumentierten
Leitbilds ist es, kommunalen Energieversorgern Orientierungshilfen hinsichtlich der zukünftigen
Gestaltungsmöglichkeiten einer digitalisierten Arbeitswelt zu geben. In Ergänzung zu
bereits vorliegenden branchenbezogenen Leitfäden rückt dieses Leitbild den Faktor „Arbeit“
in das Zentrum der Betrachtungen. Dabei werden mögliche Entwicklungspotenziale und
Lösungsansätze für die Digitalisierung der Arbeitswelt kommunaler Energieversorger in der
Daseinsvorsorge aufgezeigt.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu