Projekte

Facharzt Plus

Sicherung der ärztlichen Kompetenzkontinuität im demografischen Wandel (Facharzt Plus), Teilvorhaben Forschung zu Fachberatung und Umsetzungsbegleitung

Programm: Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln (bis 2015)
Bekanntmachung: Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel
Wettbewerb: Betriebliches Kompetenzmanagement

Kurzbeschreibung:
Im Projekt Facharzt Plus werden geeignete kompetenzförderliche Maßnahmen entwickelt und erprobt, die für Fachärztinnen und Fachärzte nach Abschluss der fünf- bis sechsjährigen Weiterbildung Arbeitsbedingungen schaffen, die eine gezielte fachspezifische weitere Kompetenzentwicklung ermöglichen. Hierzu werden Lösungen aus anderen Branchen auf ihre Eignung für den Gesundheitsbereich überprüft und neue Modelle karrierebegleitender Zusatzqualifizierung und einer an Lebensereignissen orientierten, kompetenzbasierten Arbeitsorganisation getestet.

Projektdauer: 01.12.2013 − 28.02.2017

Ansprechpartner bei PTKA:
Dr. Saskia Ziemann
Telefon: +49 721 608-23235
E-Mail: saskia.ziemann@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Universitätskliniken erfüllen drei Aufträge: Sie qualifizieren Fachärzte, stellen medizinische Forschung sicher und erbringen hoch spezialisierte medizinische Versorgung, die andere Kliniken nicht übernehmen können. Weil Patienten älter und kränker werden, viele Ärzte bald in den Ruhestand gehen und die Teilzeitquote steigt, werden bis 2019 ca. 30.000 Facharztstellen neu zu besetzen sein. Zudem finden viele Fachärzte außerhalb von Kliniken attraktivere Arbeitsbedingungen. Fachärzte und -ärztinnen sind einer steigenden Arbeitsbelastung ausgesetzt, die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und individueller Flexibilität erschwert. Um ausreichend und gut qualifizierte Mitarbeiter zu binden, sind innovative Lösungen für die Arbeits- und Entwicklungsbedingungen in Universitätskliniken notwendig.

Im Projekt Facharzt Plus werden geeignete kompetenzförderliche Maßnahmen entwickelt und erprobt, die für Fachärztinnen und Fachärzte nach Abschluss der fünf- bis sechsjährigen Weiterbildung Arbeitsbedingungen schaffen, die eine gezielte fachspezifische weitere Kompetenzentwicklung ermöglichen. Hierzu werden Lösungen aus anderen Branchen auf ihre Eignung für den Gesundheitsbereich überprüft und neue Modelle karrierebegleitender Zusatzqualifizierung und einer an Lebensereignissen orientierten, kompetenzbasierten Arbeitsorganisation getestet. Dazu gehören z. B. eine auf kompetenzbasierte Einsatzplanung in Universitätskliniken zugeschnittene Personalsoftware und eine kompetenzbasierte Kombination von Lernen im Klinikalltag und ärztlicher Zusatzqualifizierung. Daraus werden auf Kliniken zugeschnittene Bildungs- und IT-Beratungsangebote entwickelt, die strukturierte Kompetenzentwicklung, Klinikeffizienz mit leistungs- und qualifikationsgerechten Anreizen, Personalprozesse sowie neue Lernwerkzeuge (z.B. mobile Endgeräte) und Lernformen (z. B. offene Online Kurses) umfassen. Sie werden in den Universitätskliniken Münster, Rostock und Aachen erprobt und evaluiert.

Die Maßnahmen, Methoden und Instrumente stellen eine einzigartige Kombination aus Arbeits-, Einsatz- und Lernbedingungen für Universitätskliniken, Krankenhäuser der Regelversorgung und andere Branchen dar, die vergleichbare Anforderungen haben. Sie werden über Krankenkassen, Krankenhausverbände und Ärztekammern den 44 Kliniken des UKM, seinen 22 Lehrkrankenhäusern und vielen weiteren Kliniken zur Nutzung vorgestellt und mittelfristig als IT-Lösungen verbunden mit Fachberatungen angeboten. Zusammen mit den Verbänden wird ein Praxisforum als Plattform für Demografie- und Kompetenzmanagement in Kliniken aufgebaut. Diese neuen Maßnahmen tragen dazu bei, die Versorgungsqualität im Gesundheitsbereich zu verbessern und dem Fachärztemangel an Kliniken wirksam zu begegnen. Das Fachberatungsangebot für flexible Lern- und Arbeitsbedingungen im Krankenhaus mit zugehöriger Umsetzungsbegleitung hinsichtlich Veränderungsmanagement sowie Personal- und IT-Fachkonzepte berücksichtigt die Wechselwirkungen zwischen Arbeitsgestaltung und Kompetenzentwicklung im Krankenhaus. Damit wird dem Fachkräftemangel in diesem Bereich des Gesundheitswesens wirksam begegnet und die medizinische Versorgungsqualität verbessert.

Publikationen

Kompetenzmanagement in Organisationen
Autor: Ahrens, D.; Bornewasser, M.; Bullinger-Hoffmann, A.C.; Frerichs, F.; Hasebrook, J.; Hoppe, A.; Janneck, M.; Kauffeld, S.; Molzberger, G.; Schletz, A.; Zinn, B.
Verlag: Springer Verlag
Erscheinungsjahr: 2017
Beschreibung: Buchreihe mit insgesamt 7 Bänden



Lebensphasen und Kompetenzmanagement: Ein Berufsleben lang Kompetenzen erhalten und entwickeln
Autor: Hasebrook, J.; Zinn, B.; Schletz, A. (Hrsg.)
Verlag: Springer Verlag
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-662-55157-8
Beschreibung: Band 5 der Buchreihe: Kompetenzmanagement in Organisationen

Kompetenzen älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Betrieb gehalten, jüngere Mitarbeiter profitieren von den Erfahrungen älterer, Familiengründung, finanzielle Absicherung und berufliche Karriere werden für beide Elternteile unter einen Hut gebracht: Dies alles und mehr sind Aufgaben einer an Lebensphasen und -ereignissen ausgerichteten Kompetenzentwicklung, um die es in diesem Band gehen soll. Dieses Buch vermittelt fundiert und praxisnah, wie sich organisationales Kompetenzmanagement in Zeiten des demografischen Wandels an Lebensphasen und -ereignissen orientieren kann.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu