Projekte

ReFo

Ressourcenschonendes Arbeiten in der industriellen Forschung und Entwicklung (ReFo), Teilvorhaben Individuelle Ressourcenkompetenz von FuE-Personal stärken

Programm: Arbeiten - Lernen - Kompetenzen entwickeln (bis 2015)
Bekanntmachung: Betriebliches Kompetenzmanagement im demografischen Wandel
Wettbewerb: Betriebliches Kompetenzmanagement

Kurzbeschreibung:
REFO entwickelte ein altersübergreifendes Konzept des Kompetenzmanagements für Beschäftigte in innovationsgetriebenen FuE-Abteilungen von Unternehmen, mit dem auch langfristig notwendige Kompetenzen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen sollen.

www:
http://www.iai-bochum.de/refo/home/

Projektdauer: 01.08.2014 − 31.10.2017

Ansprechpartner bei PTKA:
Jennifer Dopslaff, M.A.
Telefon: +49 721 608-25939
E-Mail: jennifer.dopslaff@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Ausgangslage
Der demografische Wandel macht sich angesichts enger werdender Arbeitsmärkte bei Ingenieuren in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen bereits heute deutlich bemerkbar. Die Nachwuchssituation wird schwieriger, das Durchschnittsalter der Beschäftigten steigt. Damit schrumpft die verfügbare Personalbasis. Studien zeigen zudem, dass parallel dazu die Arbeitsverdichtung zunimmt. Für Unternehmen mit hohem Forschungs- und Entwicklungsanteil (FuE) ist es daher strategisch wichtig, dass ihre FuE-Abteilungen langfristig gestärkt werden. Dies gelingt, wenn die Potenziale aller Altersgruppen als Hebel der betrieblichen Innovationsförderung erschlossen werden. Für hochinnovative Bereiche wie FuE-Abteilungen besteht an dieser Stelle jedoch Forschungsbedarf: notwendig sind Kompetenzmanagementsysteme, die ihren speziellen Bedarf aufgreifen.

Vorgehensweise
REFO entwickelte ein altersübergreifendes Konzept des Kompetenzmanagements für Beschäftigte in innovationsgetriebenen FuE-Abteilungen von Unternehmen, mit dem auch langfristig notwendige Kompetenzen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen sollen. Die spezifischen Anforderungen an Beschäftigte und ihre Kompetenzen in FuE Abteilungen wurden analysiert und mit Unterstützung der wissenschaftlichen Partner Ursachen und Folgen abgeschätzt. Das Wissen daraus war die Grundlage, um auch Risiken und Wirkungen von hochinnovativer Arbeit in FuE einzuschätzen, die aufgrund der Altersstruktur im Unternehmen oder der Rahmenbedingungen im Arbeitsprozess entstehen. Gemeinsam mit den Praxispartnern wurden Verbesserungsvorschläge für die Arbeitsgestaltung von hochinnovativen Bereichen am Beispiel der Forschung entwickelt, die kontinuierliches konzentriertes Arbeiten erfordert. Darauf aufbauend wurde im Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ein altersübergreifendes modulares Kompetenzmodell abgleitet, wie FuE als Arbeitsprozess ressourcenschonend und effizient gestaltet werden kann. Die methodische Aufbereitung des Konzeptes basierte auf den Erkenntnissen der Kompetenzforschung und vereint Selbstlerneinheiten, Workshop-Elemente und arbeitsintegrierte Anwendungsformate. Auf betriebswirtschaftlicher Ebene wurden Ansätze aus dem Lean-Production-Management entlehnt und für den Bereich FuE weiterentwickelt. Das Konzept wurde in den Unternehmen erprobt und übertragbar gestaltet. Damit gelang dem Projekt der Anschluss von einem Lean-Production-Management zu einem neuen Ansatz des Lean-Innovation-Managements.

Ergebnis
Als Projektergebnis liegt ein übertragbares, praxiserprobtes Kompetenzentwicklungskonzept vor, wie Forschung und Entwicklung als effizienter Arbeitsprozess gestaltet werden kann und unter Berücksichtigung von demografischen Veränderungen den Erhalt der Innovationsfähigkeit langfristig sichert. Das IAI und KEM werden das Konzept bei den eingebundenen Umsetzungspartnern und bei Phenox langfristig etablieren. Alle Verbundpartner werden den Ansatz über ihre jeweiligen Transferkanäle, v.a. in Branchenverbände und IHK, einbringen und darüber weitere Unternehmen für die Umsetzung erschließen. Mittelfristig baut das IAI in Weiterentwicklung des Konzepts eine Workshop-Reihe für Beschäftigte in FuE-Abteilungen auf, setzt Bestandteile des Konzepts in einem Webinar um und nutzt die Ergebnisse in Master-Modulen von Ingenieurstudiengängen. Die KEM werden für FuE-Personal eine Summer School und Multiplikatorenschulungen einrichten. Die Umsetzung des Konzeptes und Erschließung ungenutzter Potenziale eines ressourcenschonenden Arbeitens wird damit in der Breite gesichert.

Publikationen

Kompetenzentwicklung in analogen und digitalisierten Arbeitswelten: Gestaltung sozialer, organisationaler und technologischer Innovationen
Autor: Ahrens, D.; Molzberger, G. (Hrsg.)
Verlag: Springer Verlag
Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-662-54955-1
Beschreibung: Band 4 der Reihe: Kompetenzmanagement in Organisationen

Der Band thematisiert die Möglichkeiten und Bedingungen der Gestaltung von betrieblicher Kompetenzentwicklung als Voraussetzung für Innovationen in Zeiten demografischen und technologischen Wandels. Welchen erneuernden Beitrag leistet Kompetenzentwicklung in Unternehmen verschiedenster Branchen? Innovation wird in diesem Buch breit gefasst: in technologischer, organisationaler und sozialer Hinsicht.

Kompetenzmanagement in Organisationen
Autor: Ahrens, D.; Bornewasser, M.; Bullinger-Hoffmann, A.C.; Frerichs, F.; Hasebrook, J.; Hoppe, A.; Janneck, M.; Kauffeld, S.; Molzberger, G.; Schletz, A.; Zinn, B.
Verlag: Springer Verlag
Erscheinungsjahr: 2017
Beschreibung: Buchreihe mit insgesamt 7 Bänden



Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

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Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

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+49 (0)721 608-31435
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