Projekte

MIKROKOMO

Methodische Werkzeuge zur Erhöhung der Wandlungsfähigkeit von Mikromontage-Anlagen bei Entwicklung, Konfiguration und Monitoring (MIKROKOMO)

Programm: PDA Forschung für Produktion
Bekanntmachung: Kompetenz Montage - kollaborativ und wandlungsfähig (KoMo)
Wettbewerb: Kompetenz Montage - kollaborativ und wandlungsfähig (KoMo)

Kurzbeschreibung:
Die Wandlungsfähigkeit in der Mikromontage soll durch Verbreitung des Wissens über modulare Optionen, die Bereitstellung einfacher Planungswerkzeuge mit durchgängiger Datenbasis und durch die Etablierung eines Wertschöpfungsnetzwerks auf Basis einer modularen Anlagenplattform deutlich verbessert werden. Entwickelt werden soll ein Beschreibungssystem für Mikromontageaufgaben, ein Lastenheftgenerator, ein Anlagenkonfigurator, Simulationswerkzeuge sowie ein Produkt- und ein Kapazitätenportal und ein Monitoring-System. Erprobt werden sie von drei Anwendern anhand konkreter Mikromontageprojekte.

www:
http://hahn-schickard.de/projekte-publikationen/projekte/mikrokomo/

Projektdauer: 01.01.2017 − 30.06.2020

Projektkoordinator:
Christoph Gielisch
Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. - Institut für Mikroaufbautechnik
Telefon: +49 711 685-83826
E-Mail: christoph.gielisch@hahn-schickard.de

Ansprechpartner bei PTKA:
Dipl.-Ing. Martina Göttel
Telefon: +49 721 608-28561
E-Mail: martina.goettel@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Die Mikromontage (kurz: MM) ist eine junge Disziplin mit hohem Innovationsdruck und vergleichsweise wenig Standardisierung. Viele MM-Aufgaben werden noch mit Sondermaschinen gelöst. Aber es werden derzeit auch schon erste standardisierte modulare MM-Systeme angeboten, bei denen eine Montageanlage als Anlagenplattform mit verschiedenen Ausrüstungsoptionen versehen werden kann und so Wandlungsfähigkeit schafft. Bei den potentiellen Anwendern gibt es aber kaum Wissen über MM-Technik im Allgemeinen und modulare Optionen im Speziellen. Außerdem führt die Forderung der Anwender nach Schutz des eigenen Knowhows oft dazu, dass für die Automatisierung der Mikromontage eine Sondermaschinenlösung angedacht wird, die sich jedoch wegen hoher Kosten und mangelnder Wandelbarkeit meist nicht rechnet. Gelingt es, modulare Standards besser zu etablieren, würde dies MM als Schlüsseltechnologie einer breiten Anwenderschaft zugänglich machen und die deutsche Spitzenposition im MM-Anlagenbau auf Dauer sichern.

Projektziel
Die Wandlungsfähigkeit in der Mikromontage soll durch Verbreitung des Wissens über modulare Optionen, die Bereitstellung einfacher Planungswerkzeuge mit durchgängiger Datenbasis und durch die Etablierung eines Wertschöpfungsnetzwerks auf Basis einer modularen Anlagenplattform deutlich verbessert werden. Entwickelt werden soll ein Beschreibungssystem für Mikromontageaufgaben, ein Lastenheftgenerator, ein Anlagenkonfigurator, Simulationswerkzeuge sowie ein Produkt- und ein Kapazitätenportal und ein Monitoring-System. Erprobt werden sie von drei Anwendern anhand konkreter Mikromontageprojekte.

Vorgehensweise
Basis ist die Entwicklung eines durchgängigen Daten- und Prozessmodells zum Einsatz von der Planung bis zum Anlagenbetrieb über den gesamten Lebenszyklus der MM-Anlagen, auf das alle IT-Werkzeuge zurückgreifen. Eine besondere Bedeutung hat ein als "Beschreibungssystem" bezeichnetes IT-Werkzeug, das es Laien ermöglicht, verfügbare Lösungen für die Montage ihrer Produkte ohne Mikromontage-Fachwissen zu finden.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial
Die breite Nutzung der Ergebnisse wird insbesondere dadurch sichergestellt, dass die Projektergebnisse in einer TransferFab am Standort Stuttgart implementiert und damit allen interessierten Unternehmen in Deutschland eine "Wandlungsfähige MM-Fabrik" zur Verfügung stellt. Das Anwendungspotential ist nicht auf Mess- und Medizintechnik beschränkt. Unter Nutzung von MM-Schritten gefertigte Produkte finden sich bereits heute in weiteren Branchen wie Automobilbau, Maschinenbau, Industrie- und Konsumelektronik, Textiltechnik und Gebäudeausrüstung.
Die IT-Werkzeuge werden von den Projektpartnern genutzt und nach entsprechender Weiterentwicklung im Anschluss an das Projekt vermarktet. Die Portale (Produkt- und Kapazitätenportal) machen diese auch anderen Herstellern und Anlagenbetreibern zugänglich. Die Mikromontage-Akademie ist ein weiteres Werkzeug, um das Wissen über verfügbare Produkte für eine wandlungsfähige und kostengünstige MM zu verbreiten. Dazu sind neben einem Internetauftritt mit Webinaren zu den unterschiedlichen Ergebnissen auch Praxis-Workshops an einer modularen MM-Plattform vorgesehen.

Publikationen

Projektatlas Kompetenz Montage – kollaborativ und wandlungsfähig
Autor: Bauer, W.; Deuse, J. et al.
Verlag: RWTH Aachen University, Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau
Erscheinungsjahr: 2019
ISBN: 978-3-948169-06-0
Beschreibung: Deutschland ist im Weltmaßstab eine bedeutende Industrienation. Bei der Herstellung komplexer Industriegüter hat die Montage einen entscheidenden Anteil an der Wertschöpfung. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Jahr 2015 den Ideenwettbewerb „Kompetenz Montage – kollaborativ und wandlungsfähig“ ausgerufen. Wissenschaft und Praxis haben in dreijährigen gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten viele neue Systemlösungen für die Montage erarbeitet. Dabei war es den 80 Projektpartnern ein besonderes Anliegen, ihre Ergebnisse direkt in der betrieblichen Praxis auf ihre Tauglichkeit zu überprüfen.
Der vorliegende Projektatlas bereitet die Ergebnisse in einer neuartigen, anschaulichen Form auf. Mit dem Format des „Atlas“ wird der Versuch unternommen, alle Aspekte der Montageautomatisierung aus dem jeweiligen Blickwinkel verschiedener betrieblicher Akteure zu betrachten. Der Atlas wendet sich damit vor allem an Management, Betriebsrat, Arbeitsplanung, Arbeitssicherheitsverantwortliche, Controlling, Produktionsleitung, Personalplanung und Fachkräfte in der Montage. Damit die Gestaltung zukünftiger Montagesysteme ein Erfolg wird, sollten möglichst alle relevanten Personengruppen angemessen beteiligt werden. Wie dies gelingt, zeigen die einzelnen Kapitel des Atlas.

Zusätzlich erhältllich: Leitfaden für Betriebsräte

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu