Projekte

SafeMate

Einführung sicherer und akzeptierter Kollaboration von Mensch und Maschine in der Montage (SafeMate)

Programm: PDA Forschung für Produktion
Bekanntmachung: Kompetenz Montage - kollaborativ und wandlungsfähig (KoMo)
Wettbewerb: Kompetenz Montage - kollaborativ und wandlungsfähig (KoMo)

Kurzbeschreibung:
Ziel des Forschungsvorhabens SafeMate ist, kollaborative Montagesysteme in branchenübergreifenden Anwendungsfällen einzuführen, zu erproben und hierauf aufbauend allgemeingültige Strategien und Konzepte für die Gestaltung solcher Systeme zu entwickeln. Diese generellen Strategien sollen in einem Leitfaden zusammengefasst werden, der Unternehmen Orientierungshilfen im Sinne von Handlungs- und Entscheidungskorridoren bei der Gestaltung von kollaborativen Montagesystemen geben soll.

www:
http://www.safe-mate.de

Projektdauer: 01.01.2017 − 31.03.2020

Projektkoordinator:
Sebastian Blankemeyer
Leibniz Universität Hannover - Institut für Montagetechnik (match)
Telefon: +49 511 762 18249
E-Mail: blankemeyermatch.uni-hannover.de

Ansprechpartner bei PTKA:
Dipl.-Ing. Ulrike Kirsten
Telefon: +49 721 608-31411
E-Mail: ulrike.kirsten@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Ausgangslage
Die hohe Dynamik der Märkte, der weiterhin zunehmende Wettbewerb aufgrund der Globalisierung, aber auch der demographische Wandel sowie der zunehmende Fachkräftemangel stellen deutsche Produktionsunternehmen vor große Herausforderungen. Diese Herausforderungen betreffen insbesondere den Prozess der Montage als letztes Glied der Wertschöpfungskette. Durch den Einsatz von kollaborativ mit dem Menschen zusammenarbeitenden Robotern kann diesen Herausforderungen begegnet werden. Der Einsatz solcher Systeme ist aufgrund der Planungskomplexität derzeit jedoch mit einem hohen monetären und personellen Aufwand verbunden. Aus diesem Grund besteht ein Bedarf nach einfachen sowie anwendungsgerechten Methoden und Vorgehensweisen, mit denen Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen mit verschiedensten Anwendungsrandbedingungen (Produktkomplexität, Varianz, Stückzahlen etc.) befähigt werden, kollaborative Montagearbeitsplätze zu gestalten und einzuführen.

Zielstellung
Ziel des Forschungsvorhabens SafeMate ist es daher, kollaborative Montagesysteme in branchenübergreifenden Anwendungsfällen umzusetzen und hierauf aufbauend allgemeingültige Strategien und Konzepte für die Einführung und Gestaltung solcher Systeme zu entwickeln. Diese generellen Strategien sollen in einem Leitfaden zusammengefasst werden, der Unternehmen Orientierungshilfen im Sinne von Handlungs- und Entscheidungskorridoren bei der Gestaltung von kollaborativen Montagesystemen geben soll.

Vorgehensweise
Zentrales Element des Forschungsprojekts sind fünf Anwendungsfälle, in deren Rahmen die Befähigung von kollaborativen Montagesystemen für die industrielle Serienproduktion im Fokus steht. Die Anwendungsfälle selbst unterscheiden sich hinsichtlich der jeweiligen Anforderungen an den kollaborierenden Roboter. Durch das breite Spektrum, welches durch die vielfältigen Fallbeispiele abgedeckt wird, ist eine Übertragbarkeit über die spezifischen Anwendungen hinaus zu erwarten.
Begleitet wird die praktische Umsetzung von einer allgemeinen Betrachtung der technischen und nicht-technischen Gestaltungsfelder des Montagesystems. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Sicherstellung der Akzeptanz dieser neuen technischen Lösungen bei allen Beteiligten und insbesondere bei den Mitarbeitern an den Montagearbeitsplätzen.
Die Ergebnisse sowie die Erfahrungen und Gestaltungskonzepte der Anwendungsfälle werden schließlich in einem Leitfaden zusammengetragen und im Rahmen eines Lern- und Demonstrationszentrums in eine praxisnahe Lernumgebung überführt. Die Erarbeitung der einzelnen Inhalte ist eng miteinander verzahnt, um einen möglichst ganzheitlichen Lösungsansatz zu realisieren sowie einen iterativen Entwicklungsprozess zwischen Praxis und Forschung sicherzustellen.

Ergebniserwartungen
Mit Einführung von Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) in der Montage kann die Flexibilität und die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen wesentlich gesteigert und die Arbeitsbedingungen durch Reduktion von physischen Belastungen der Mitarbeiter deutlich verbessert werden. Die im Rahmen des Projektes erarbeiteten Lösungen, Konzepte und der Leitfaden werden zur Senkung der Eintrittsbarrieren für den Einsatz von MRK-Lösungen beitragen. Als ein wesentliches Ergebnis wird die Abnahme der realisierten MRK- Arbeitsplätze durch den TÜV oder die Berufsgenossenschaft angestrebt.
Zusätzlich werden Schulungen, Seminare und Testmöglichkeiten für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in einem Lern- und Demonstrationszentrum angeboten, welches im Rahmen des Verbundprojekts aufgebaut wird. Die Grundlage hierzu bildet die IFA Lernfabrik, die bereits heute zur Mitarbeiterqualifizierung und -weiterbildung im Bereich der Organisation der Produktion genutzt wird.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu