Projekte

ADISTRA

Adaptierbares Instrumentarium für die strategische Produktplanung (ADISTRA)

Programm: Forschung für die Produktion von morgen (bis 2015)
Bekanntmachung: Innovative Produkte effizient entwickeln
Wettbewerb: Innovative Produkte effizient entwickeln

Kurzbeschreibung:
Mehr denn je kommt es im globalen Wettbewerb darauf an, strategisch zu agieren statt zu reagieren. Es ist entscheidend, Erfolgspotentiale aus Markt- und Technologieentwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen zu erschließen. In dem Verbundprojekt ADISTRA soll ein adaptierbares Instrumentarium für die strategische Produktplanung entwickelt werden. Das Instrumentarium besteht aus Methoden, einem Referenzprozess und IT-Werkzeugen und wird in fünf anspruchsvollen Innovationsprojekten erprobt. Das Instrumentarium wird durch Softwarepartner und ein Beratungsunternehmen nach Abschluss des Projekts multipliziert. Begleitend zum Verbundprojekt werden in Transferprojekten assoziierte KMUs zur strategischen Produktplanung befähigt und in einem zusätzlichen Industriearbeitskreis weitere Firmen unterstützt, das Instrumentarium anzuwenden.

www:
http://www.innovations-wissen.de/index.php?id=2415

Projektdauer: 01.03.2012 − 31.08.2015

Projektkoordinator:
Dr. Alexander Knobloch
WINCOR NIXDORF International GmbH
Telefon: +49 5251 693-4633
E-Mail: alexander.knobloch@wincor-nixdorf.com

Ansprechpartner bei PTKA:
Christine Ernst
Telefon: +49 721 608-24576
E-Mail: christine.ernst@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung

Unternehmen des deutschen Maschinenbaus und verwandter Branchen können sich aufgrund der vorherrschenden Markt- und Wettbewerbssituation im internationalen Wettbewerb nur behaupten, wenn sie kontinuierlich Produktinnovationen hervorbringen und nachhaltige Produkte schneller und kostengünstiger entwickeln und produzieren. Die Weichen dafür stellt die strategische Produktplanung mit den Aufgabenbereichen Potentialfindung, Produktfindung und Geschäftsplanung. Die strategische Produktplanung wird jedoch von den meisten Unternehmen unsystematisch und punktuell durchgeführt. Eine unsichtbare Mauer zwischen strategischer Produktplanung und Produktentwicklung führt zudem zum Informationsverlust, da Entwickler zu spät in die Planung eingebunden werden und nur eine begrenzte Weitergabe der Informationen stattfindet.

Projektziele

Ziel des Projektes ist eine engere Verzahnung der Methoden und Werkzeuge der strategischen Produktplanung mit den Methoden und Werkzeugen der Produktkonzipierung. Hierdurch wird ein systematischer Übergang von der strategischen Produktplanung in die Produktentwicklung gewährleistet. Ein Fokus liegt dabei auf der frühzeitigen Etablierung interdisziplinärer Teams, um unsichtbare Barrieren zu überwinden. Ferner werden Nachhaltigkeitsaspekte über den Produktlebenszyklus berücksichtigt. So können die Entwicklungs-, Produktions- und die Betriebskosten der Produkte von morgen signifikant gesenkt werden, ohne aufwändige Iterationsschleifen oder teure Fehlentwicklungen.

Vorgehensweise

Im Forschungsprojekt ADISTRA werden gemeinsam mit Partnerunternehmen und assoziierten KMUs Methoden, IT-Werkzeuge und ein anpassbarer Innovationsprozess zur durchgängigen Unterstützung der strategischen Produktplanung entwickelt und eingeführt. Mit Methoden der Potentialfindung werden neue Geschäftschancen, aber auch Bedrohungen für das etablierte Geschäft identifiziert. Die Potentiale werden mit neuen Produkten erschlossen; um diese zu finden sind Methoden der Produktfindung notwendig. Dabei wird insbesondere die stufenweise Konkretisierung und Bewertung von Produktideen unter Nachhaltigkeitsaspekten ermöglicht. In der Geschäftsplanung wird der Nachweis über den nachhaltigen unternehmerischen Erfolg einer Idee erbracht. Dazu werden Geschäftsmodelle und Produktstrategien über den Produktlebenszyklus entwickelt. Ein systematischer Übergang in die Produkt- und die damit verbundene Produktionssystemkonzipierung stellt sicher, dass relevantes Wissen der strategischen Produktplanung im Entwicklungsauftrag zur Verfügung steht.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial

Der Transfer der Ergebnisse wird bereits während der Projektlaufzeit durch Transferprojekte gewährleistet. Eine Verbreitung der wissenschaftlichen Ergebnisse über die Projektlaufzeit hinaus wird durch einen Industriearbeitskreis, Weiterbildungs- und Beratungsangebote, einem Fachbuch, einschlägigen Fachzeitschriften und Internetpräsenz sichergestellt. Die Industriepartner erwarten durch das neue Produktportfolio verbesserte Planungsprozesse, eine Verbesserung der time to market und eine Steigerung der Entwicklungseffizienz und damit der Wettbewerbsposition. Im Rahmen des Projektes werden KMUs durch einfache Nutzbarmachung dieser Vielzahl an Methoden zur wirksamen strategischen Produktplanung befähigt und ihre Innovationsfähigkeit gesteigert. Dies wird durch einen skalierbaren Innovationsprozesses mit durchgängiger Unterstützung von IT-Werkzeugen sichergestellt. Die entwickelten Methoden lassen sich durch den Vertrieb der Software-Werkzeuge für die Branchen Automobilindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt und Elektroindustrie multiplizieren.

Publikationen

Innovative Produkte effizient entwickeln "Forschung für die Produktion von morgen"
Erscheinungsjahr: 2012
Beschreibung: Eine leistungsfähige Produktion ist und bleibt für eine moderne Volkswirtschaft wie Deutschland unverzichtbar – sie ist die tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Mit der Entwicklung neuer Produktionstechnologien und -systeme werden die Voraussetzungen für den technologischen Vorsprung für mehr Kundenindividualität, Ressourcenschonung und Zuverlässigkeit und damit für die Zukunft der Produktion in Deutschland geschaffen. Die Entwicklung eines Produkts wird dabei signifikant durch die zur Herstellung genutzten Fertigungstechnologien des Produktionssystems begrenzt. Diese Wechselwirkungen zwischen Produkt und Produktionssystem wurden untersucht. Damit wird nun die Entwicklung neuer Methoden und Werkzeuge möglich, die eine Planung der wirtschaftlichen Herstellung parallel zur Entwicklung des Produkts gestatten. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit werden neue Lösungen für die integrierte Produkt- und Produktionssystementwicklung gestaltet. Die Broschüre präsentiert ausgewählte Projekte im BMBF Rahmenkonzept „Forschung für die Produktion von morgen“.

Strategische Produktplanung – Adaptierbare Methoden, Prozesse und IT-Werkzeuge für die Planung der Marktleistungen von morgen
Autor: Gausemeier, J.; Ovtcharova, J.; Amshoff, B.; et. al.
Verlag: Heinz Nixdorf Institut
Erscheinungsjahr: 2016
Beschreibung: Ausgangslange
Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus sowie verwandter Branchen sind vielfach Technologie- und Weltmarktführer. Allein der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erwirtschaftet etwa 40 Prozent des europäischen Industrieumsatzes und stellt 11 Prozent der Industrieproduktion weltweit. Die Mehrheit der Unternehmen positioniert sich im Hightech-Segment; etwa 60 Prozent aller Unternehmen decken mit ihren Produkten das Premiumsegment ab. Diese hervorragende Ausgangsposition gilt es für die Zukunft zu stärken. Der sich abzeichnende Wandel der industriellen Produktion durch die Digitalisierung eröffnet faszinierende Chancen für ein zukünftiges Geschäft. Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diese Erfolgspotenziale durch Innovationen in Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen zu erschließen.

Gegenstand und Zielsetzung
Die Studie beruht auf den Ergebnissen des Forschungsverbundprojekts ADISTRA (Adaptierbares Instrumentarium für die Strategische Produktplanung). Das Projekt wurde vom Heinz Nixdorf Institut initiiert. Gegenstand war die Erarbeitung eines durchgängigen Instrumentariums aus Methoden, Prozessen und IT-Werkzeugen, das Unternehmen in die Lage versetzt, eigenständig Strategische Produktplanung wirkungsvoll und effizient durchzuführen. Wesentliches Resultat der Strategischen Produktplanung ist der Entwicklungsauftrag. Durch die Anwendung des Instrumentariums wird dieser systematisch erarbeitet und dient so der Weichenstellung für eine erfolgreiche Produktentwicklung. Die Studie erläutert die dafür notwendigen Methoden, Prozesse und IT-Werkzeuge an konkreten Projektbeispielen.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu