Projekte

AgCuDerm

Entwicklung einer Produktionsanlage zur Herstellung dermatologischer Produkte unter Zusatz von elektrolytisch hergestellten Kupfer- und Silber-Ionen (AgCuDerm)

Programm: KMU-innovativ: Produktionsforschung
Bekanntmachung: KMU-innovativ (bis 2015)
Wettbewerb: 10. Runde, Stichtag 15.04.2012

Kurzbeschreibung:
Zur Pflege der angegriffenen Hautpartien werden spezielle dermatologische Hautcremes und Lotionen verwendet. Die Zusammensetzung dieser Präparate ist sehr komplex, wobei metallische Additive in den letzten Jahren die Effizienz und Wirksamkeit bei stark verbesserter Hautverträglichkeit zum Wohle der Patienten deutlich gesteigert haben.
Ziel des Projektes ist die Einbringung von Cu und Ag in Form ihrer elektrolytisch hergestellten Ionen. Die Unternehmen Necon und Pfeiffer entwickeln hierzu einen Prototyp. Die Entwicklung wird mit Vorversuchen und Anwenderstudien klinisch begleitet.

Projektdauer: 01.11.2012 − 31.10.2014

Projektkoordinator:
Dr. Klaus Gebhardt
NECON GmbH Metallkonstruktionen
Telefon: +49 7641 9123-40
E-Mail: necon@necon.de

Ansprechpartner bei PTKA:
Dipl.-Ing. Andreas Gässler
Telefon: +49 721 608-24240
E-Mail: gaessler@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Dermatologische Hautcremes gegen Neurodermitis haben erhebliche Bedeutung. Allein in Deutschland sind rd. 6 Mio Menschen von Neurodermitis betroffen. Zur Pflege der angegriffenen Hautpartien werden spezielle dermatologische Hautcremes verwendet. Die Zusammensetzung dieser Präparate ist sehr komplex, spezielle metallische Additive verbessern die Effizienz u. Wirksamkeit, insbesondere Kupfer(Cu)- und Silber(Ag)-Dotierungen haben einen hohen Stellenwert und sind wissenschaftlich-klinisch breit untersucht worden. Während Cu meist über Komplexverbindungen in die Formulierungen eingebracht wird, wird Ag häufig in Partikelform eingesetzt.

Projektziel
Das Projektziel ist dabei durch ein direktes Angebot von Kupfer- bzw. Silber-Ionen in der Hautcreme-Formulierung einerseits die biozide Wirkung deutlich zu steigern und andererseits Art und Umfang der Nebenwirkungen zu vermindern.

Vorgehensweise
Zu diesem Zweck soll für die Herstellung der Creme ein neuartiger Produktionsprozess entwickelt werden, bei dem elektrolytisch hergestellte Kupfer- und Silber-Ionen bei der Creme-Herstellung zugemischt werden können. In einen teilkontinuierlichen Produktionsprozess soll eine Cu-/ Ag-Elektrolyse mit speziellem, anwendungsspezifischem Elektrodenmaterial integriert und mit einer online-Analytik überwacht werden. Die Formulierung soll in einer Anwenderstudie klinisch geprüft und validiert werden.


Anwendungspotenzial und Ergebnisse
Auf Basis der Prototyp-Anlagendaten soll eine industrielle Serienfertigung für Creme- und Lotions-Produktionsanlagen mit integrierter Cu-Ag-Elektrolyseanlage produktiv umgesetzt werden. Das Analyseverfahren, sowie die Testmethoden werden auf weitere Produkte und Verfahren übertragen.

Publikationen

KMU-innovativ "Forschung für die Produktion von morgen"
Erscheinungsjahr: 2013
Beschreibung: Die Broschüre informiert über das Forschungsförderprogramm und laufende Forschungsvorhaben von produzierenden KMU. Für Unternehmen, die auf den dargestellten Fach- und Forschungsgebieten kooperieren möchten, dient die Broschüre als Basisinformation.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu