Lernen in der digitalisierten Arbeitswelt (LidA) – Prozesse proaktiv begleiten und entwickeln

LidA zeigt Möglichkeiten für individualisierte Lernpfade auf. Durch Unternehmens- und mitarbeiterindividuelle Lehr- und Lernmodule können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter proaktiv auf digitale Prozesse reagieren und diese positiv begleiten. Aktuell in der Erprobungsphase befindet sich das Lernmodul „Selbstlernkompetenz und ihre Förderung“.

Aktuelle Technologieentwicklungen beeinflussen den Kompetenzbedarf der Zukunft

Das Projekt LidA gliedert sich entlang einer Learner Journey, von der Schaffung eines Bewusstseins für die Dringlichkeit zum Lernen über die Entscheidung welche Lernpfade ausgewählt werden bis hin zur Entwicklung konkreter Lernmodule. Dabei werden gezielt digitale und nicht digitale Werkzeuge eingesetzt. Beispielsweise werden der Technologiebedarf der Unternehmen sowie die Kooperationsbedingungen zwischen Menschen und Maschinen analysiert. Mit der Methode des Kompetenz-Screenings werden insbesondere Kleine und mittelständische Unternehmen dabei unterstützt, Kompetenzbedarfe zu identifizieren und zu formulieren. Durch den Open-Source-Charakter der entwickelten Lernplattform ist die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf unterschiedliche Anwenderunternehmen sichergestellt.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lehr- und Lernkonzepten werden die individualisierten Lerninhalte so in ILIAS integriert, dass diese proaktiv von den Beschäftigten, basierend auf deren Kompetenzprofilen, in Anspruch genommen werden können.

Aktuelle Projektergebnisse sind ein Multiplikatorenkonzept sowie das Lernmodul „Selbstlernkompetenz und ihre Förderung“ (derzeit in der Erprobungsphase).

Das konkrete Ziel des Multiplikatorenkonzepts ist die Ausbildung von Multiplikatoren, die in der Lage sind, in ihrem Arbeitsumfeld digitale Prozesse zu erkennen, auf diese zu reagieren und sie positiv zu begleiten. Multiplikatoren können konkret die veränderten Arbeitsaufgaben der Berufsrollen in ihrem Unternehmen benennen und daraus Kompetenzbedarfe für die Mitarbeitenden ableiten. Darüber hinaus sind sie in der Lage, Kompetenzen zu formulieren und in Ausprägungen zu überführen. Zu den Multiplikatoren zählen die Führungskräfte jeglicher Fachbereiche.
Durch den digitalen Wandel werden Mitarbeitende mit zahlreichen Veränderungen konfrontiert. Die dafür notwendige Selbstlernkompetenz beinhaltet die Fähigkeiten, sich im Arbeitsalltag Ziele zu setzen und zu planen, wie man neues Wissen und neue Kompetenzen erwerben kann. Während des Lernens werden dabei Strategien für deren Erwerb angewandt. Zeitgleich wird überwacht, ob der Fokus noch beim richtigen Lernziel liegt, Abweichungen wird gegebenenfalls entgegengewirkt: So können Ziele, die eigene Anstrengung oder auch Strategien angepasst und Ressourcen aktiviert werden, indem z. B. Kollegen um Hilfe gebeten werden. Abschließend wird der individuelle Lernprozess durch die Lernenden bewertet. So kann von positiven Beispielen und aus eigenen Fehlern gelernt werden, um den darauffolgenden Lernprozess noch effektiver gestalten zu können.

Dieses selbstregulierte Lernen erfolgt bei der Arbeit zu mindestens 70 % integriert in die Arbeitstätigkeit und zu 20 % durch das berufliche Umfeld (maßgeblich durch Vorgesetzte), während traditionelle Weiterbildungssituationen wie Seminare nur zu ca. 10 % zum Lernen beitragen. Daher wurde im Rahmen von LidA eigens eine Studie durchgeführt, um dieses selbstregulierte Lernen intensiver zu erforschen. Basierend auf den Ergebnissen werden nun im Lernmodul „Selbstlernkompetenz und ihre Förderung“ verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, die Selbstlernkompetenz zu fördern.

LidA online

Zum Forschungsprojekt

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu