Jahrestreffen des Deutsch-Chinesischen Kooperationsnetzwerks

Vom 11.–12. November fand das dritte deutsch-chinesische Symposium zur Intelligenten Fertigung und zu Industrie 4.0 in Berlin statt. Rund 200 Teilnehmende diskutierten intensiv über die Zukunft von Industrie 4.0.

Deutsche und Chinesische Fachexperten diskutieren über die Zukunft von Industrie 4.0

Am Montag und Dienstag, 11. und 12. November 2019, fand das dritte Symposium zur Intelligenten Fertigung und zu Industrie 4.0 zwischen Deutschland und China mit rund 300 Teilnehmern in Berlin statt. Auf der von den vier jeweiligen Partnerministerien für Wirtschaft bzw. Industrie (BMWi, MIIT) und Forschung bzw. Wissenschaft (BMBF, MOST) getragenen Veranstaltung wurde intensiv über die Zukunft von Industrie 4.0 diskutiert. Neben Aspekten der Standardisierung und der industriellen Anwendung von aktuellen Entwicklungen zu Industrie 4.0 stellte die Forschungskooperation zwischen Deutschland und China in diesem Feld die dritte Säule der Veranstaltung dar. 

Deutsch-Chinesisches Kooperationsnetzwerk Jahrestreffen 2019

Jahrestreffen 2019 des Deutsch-Chinesischen Kooperationsnetzwerkes.

J. Heine, GIZ

 
Deutsch-Chinesisches Kooperationsnetzwerk Jahrestreffen 2019

Identifizierung und Diskussion der Themen für künftige gemeinsame Bekanntmachungen.

J. Heine, GIZ

Abstimmung für die dritte gemeinsame Förderrichtlinie.

Diskussion und Erarbeitung der geplanten dritten gemeinsamen Förderrichtlinie.

J. Heine, GIZ

Das BMBF hat in einem gemeinsam mit dem MOST ausgerichteten Statusseminar, das im Rahmen des übergreifenden Symposiums erfolgte, über die derzeit vier laufenden und aus einer ersten gemeinsamen Bekanntmachung von 2017 stammenden Verbundvorhaben den Sachstand und die bislang erzielten Ergebnisse berichten lassen. Als besonderen Höhepunkt stellten sich zum Abschluss des Seminars noch zwei weitere Verbünde vor, die gemäß einer gemeinsamen Entscheidung beider Forschungsministerien als die derzeit priorisierten Verbünde aus der zweiten gemeinsamen Bekanntmachung von 2018 zum Frühjahr 2020 gefördert werden und dann auch ihre Arbeit aufnehmen sollen.

Bei den vorgestellten laufenden Verbünden handelte es sich um das gemeinsam vom Karlsruher Institut für Technologie und der Tongji Universität in Shanghai koordinierte Verbundvorhaben I4TP (www. i4tp.org), in dem eine deutsch-chinesischen Fabrikautomatisierungsplattform zur schnellen und einfachen Konzeption und Inbetriebnahme von Produktionssystemen aufgebaut werden soll.
Daneben präsentierten die Forschungs- und Industriepartner aus Deutschland und China bisherige Ergebnisse des Verbundvorhabens SIMo3D, in dem intelligente Intralogistiklösungen mit autonomen mobilen Robotern basierend auf 3D-Echtzeit-Ortung und Wahrnehmung von Menschen im industriellen Umfeld entwickelt werden und welches gemeinsam von der Universität Kaiserslautern und Universität Tongji koordiniert wird.

Das Verbundprojekt InFa-CTS stellte ein Betriebssystem einer vernetzten Fabrik vor, welches das effiziente Zusammenwirken von Transport- und Produktionssystemen in einem einheitlichen Netzwerk ermöglicht, an dessen Entwicklungen Forschungseinrichtungen und Anwendungspartner in beiden Ländern im Fachbereich Logistik und Industrie 4.0 beteilig sind.
Im Projekt Campus steht die Entwicklung einer prototypischen, physischen Lern- und Innovationsumgebung im Focus, bei dem erforscht wird, welche Kompetenzen von Mitarbeitern in Deutschland und China zu den drei Anwendungsfällen Cloud Services, Bauteilnachverfolgbarkeit und Werkerassistenz benötigt werden.
Anlässlich des Symposiums hat das Bundesforschungsministerium mit dem Wissenschaftsministerium aus China aber auch einen Blick in die gemeinsame deutsch-chinesische Zukunft von Industrie 4.0 geworfen. Aus diesem Anlass fand zum vierten Mal ein Treffen der Arbeitsgruppe „Intelligente Fertigung (Industrie 4.0) und Smart Services“ statt. In diesem mit Fachexperten aus beiden Ländern besetzten Gremien wird über den Status laufender Kooperationsprojekte beraten und es werden mögliche Themen für künftige gemeinsame Bekanntmachungen identifiziert und diskutiert. Im Ergebnis steht nach weiteren Abstimmungen zwischen den beiden beteiligten Ministerien zu erwarten, dass ab Spätsommer 2020 die dritte gemeinsame Förderrichtlinie bekanntgegeben werden kann. Hierbei wird dann von interessierten Konsortien erneut die Vorlage einer Projektskizze parallel sowohl in Deutschland als auch in China erwartet. Den Empfehlungen der Fachexperten folgend, sollen diese Skizzen trotz unterschiedlicher Förderregime in Deutschland und China zusehends gleich aufgebaut, nach gleichen und zuvor bekannt gegebenen Kriterien bewertet werden und auch schon einen zwischen den deutschen und chinesischen Projektpartnern abgestimmten groben Projekt- und Zeitplan enthalten. Womit dann einer erfolgreichen Fortführung der Kooperation im Grunde nichts mehr entgegen stünde.

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