Gemeinsam stark für Demenzpatienten – IT-System für besseren Informationsaustausch bei dementen Patienten

Das Projekt „Sicherung intersektoraler Versorgung durch ein IT-gestütztes Dienstleistungskonzept für multimorbide Patienten mit Demenz“ (SimPat) hat zum Ziel, ein digitales Fallmanagementsystem für Demenzpatienten zu entwickeln, zu implementieren und zu evaluieren. Zum Ende des Jahres endet das Pilotprojekt.

Ein alltäglicher Fall für Klinikpersonal: Ein an Demenz erkrankter Mensch wird mit einem akuten Oberschenkelhalsbruch ins Krankenhaus eingeliefert. Das Problem: Er kann auf Grund seiner Demenz die benötigten Informationen nicht mehr selbst oder nur unvollständig weitergeben. Nun kommt es auf den Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Stellen, an denen er medizinisch oder pflegerisch versorgt wird oder wurde, an – den Hausarzt, das Krankenhaus, das Pflegeheim oder die Angehörigen. Auch wissenschaftliche Analysen haben bestätigt, dass der Informationsaustausch zwischen dem ambulanten und stationären Sektor häufig nicht reibungslos funktioniert. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Sicherung intersektoraler Versorgung durch ein IT-gestütztes Dienstleistungskonzept für multimorbide Patienten mit Demenz“ (SimPat) hat zum Ziel, ein digitales Fallmanagementsystem für Demenzpatienten zu entwickeln, zu implementieren und zu evaluieren. Zum Ende des Jahres endet das Pilotprojekt.

Stationär und ambulant: ganzheitlicher Informationsaustausch für Demenzpatienten

Im Rahmen des Projekts konnte aufgezeigt werden, dass die Abstimmungsprozesse, die den Übergang des Patienten aus der stationären in die ambulante Versorgung betreffen, eine besondere Herausforderung darstellen. Die Einführung eines Fallmanagementsystems weist großes Potenzial auf. Beispielsweise lässt sich dadurch insbesondere das Entlassmanagement bzw. die Pflegeüberleitung als einen zentralen Teilaspekt des Versorgungsprozesses unterstützen. Besonders relevant bei der Einführung und Umsetzung eines solchen digitalen Fallmanagementsystems sind dabei das Informations- und Kommunikationsmanagement sowie die Aspekte Koordination, Zusammenarbeit, Partizipation und Mitwirkung. Die Etablierung und Nutzung des sektorenübergreifenden Fallmanagementsystems CASEPLUS-SimPat könnte hier zu einer Strukturierung und partiellen Formalisierung des Informationsflusses und der Dokumentation beitragen. Es hilft somit Angehörigen und allen am Prozess Beteiligten, die Versorgung von demenziell Erkrankten zu verbessern. Zudem werden Angehörige durch E-Learnings unterstützt und in ihrer Resilienz gestärkt.

Projekt SimPat

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