Entwicklung einer systematischen Vorausschau zur Zukunft der Wertschöpfung

Stichtag: 01. März 2021

Am 11.01.2021 wurde im Bundesanzeiger (BAnz BAnz AT 11.01.2021 B2) die Bekanntmachung vom 30.11.2020 über die Förderung eines Projektes zum Thema „Entwicklung einer systematischen Vorausschau zur Zukunft der Wertschöpfung“ im Rahmen des Forschungsprogramms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ veröffentlicht.

Ziel dieser Bekanntmachung ist es, durch eine ganzheitliche systemische Betrachtung mit den Methoden einer Vorausschau Veränderungen von Wertschöpfungssystemen frühzeitig zu erkennen. Durch die neu zu entwickelnde Methodik zur Vorausschau und den wissenschaftlichen Diskurs soll ein umfassendes konzeptionelles Verständnis der Einflussfaktoren auf die Wertschöpfung und ihrer Wirkung auf Anwendungsbereiche entwickelt werden, damit alle Akteure in Wissenschaft und Wirtschaft schneller auf Trends und Entwicklungen reagieren, deren Auswirkungen besser verstehen und selbst in die Rolle der Technologie- und Innovationsführerschaft gelangen können.

Die konkreten Felder der Innovation und die Änderungen in den Bedingungen und Strukturen der Wertschöpfung werden vielfältig ausfallen. Die Entwicklungen können beispielsweise ausgelöst werden durch technologische Durchbrüche, gesellschaftliche Anforderungen, Anforderungen wie Umweltstandards, Forderung nach technologischer Souveränität etc., durch technologische Weiterentwicklungen (Entwicklungslinien) oder Neuentwicklungen, die Wertschöpfungsprozesse evolutionär oder revolutionär verändern und/oder durch Kompetenzentwicklung etc. Die Auswirkungen können einzelne Produkte und/oder Dienstleistungen, Branchen oder ganze Wertschöpfungssysteme betreffen und verändern.

Das Projekt identifiziert Entwicklungen, die

  • ganze Wertschöpfungssysteme grundlegend verändern,
  • die Rolle des Menschen (als Beschäftigter, als Kunde etc.) in der Wertschöpfung neu definieren,
  • auf disruptiven und evolutionären, sozio-technologischen Veränderungen basieren,
  • die Ressourceneffizienz signifikant steigern oder neue Möglichkeiten für den Ressourceneinsatz bieten,
  • Unternehmen zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Nutzungsversprechen antreiben,
  • Veränderungen hinsichtlich der Vernetzung und Kollaboration von Unternehmen, Organisationen, Menschen und Maschinen erfordern.

Die Erkenntnisse stehen öffentlich zur Verfügung. Sie sollen insbesondere wissenschaftlichen Einrichtungen zugänglich gemacht werden, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit Fragen der Wertschöpfung beschäftigen.

Forschenden Unternehmen sollen sie helfen, schneller auf Trends und Entwicklungen reagieren zu können und Auswirkungen besser zu verstehen.

Im Rahmen der geplanten Verwertung der Projektergebnisse ist zu erläutern, wie die Methodiken auf andere komplexe Themenfelder angewandt werden können und welcher Nutzen sowohl für die beteiligten Forschungseinrichtungen als auch für Dritte dadurch entstehen kann. Dazu skizziert das Projekt anhand der entwickelten Methodik perspektivisch mögliche Anwendungsfälle außerhalb der Forschung zur Wertschöpfung.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Verfahrensstufe sind bis spätestens 01.03.2021 (Poststempel) zunächst Projektskizzen in elektronischer und in schriftlicher Form beim Projektträger Karlsruhe (PTKA) einzureichen.

Vollständige Skizzenunterlagen bestehen aus

  • dem Projektblatt und
  • der fachlichen Projektskizze (siehe Formular Projektskizze mit Gliederung).

Die Einreichung der Skizzenunterlagen in elektronischer Form erfolgt über das Internetportal easy-Online oder über den Direkteinstieg. Hier füllen Sie das Projektblatt aus und laden die fachliche Projektskizze als MS-Word- oder PDF-Datei hoch.

Die Einreichung der Skizzenunterlagen in schriftlicher Form erfolgt unter dem Stichwort „Voraus“ beim:

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Karlsruher Institut für Technologie
Standort Dresden
Hallwachsstraße 3
01069 Dresden

Einzureichen sind in 5-facher Ausführung

  • das in easy-Online erzeugte, ausgedruckte sowie mit Unterschrift und Stempel des Einreichers versehene Projektblatt und
  • die ausgedruckte fachliche Projektskizze.

In der zweiten Verfahrensstufe werden die Skizzeneinreicher der am positivsten bewerteten Projektskizzen aufgefordert, einen förmlichen Förderantrag vorzulegen, über den dann nach abschließender Prüfung entschieden wird. Einzelheiten zu Thema und Verfahren können der Bekanntmachung entnommen werden.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
+49 (0)721 608-992003

info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu