Abschlussveranstaltung zur Voruntersuchung BIOTRAIN

Am 01. Juli 2017 startete mit dem Forschungsprojekt BIOTRAIN eine breit angelegte Voruntersuchung zur biologischen Transformation der industriellen Wertschöpfung, mit dem Ziel, Potenziale und Bedarfe für die Umsetzung des Prozesses der Biologischen Transformation, insbesondere im Hinblick auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise, zu analysieren.

Biologische Transformation der industriellen Wertschöpfung

Es konnten Basistechnologien des Transformationsprozesses identifiziert und, durch den Abgleich von Potenzialen und Bedarfen, der spezifische Forschungsbedarf ermittelt werden. Dieser wurde am 27. Juni 2018 über 85 interessierten Gästen im Fraunhofer-Forum in Berlin präsentiert.

Die Biologie wird, ähnlich wie es neue Datenverarbeitungsmethoden im Zuge der Digitalisierung (Industrie 4.0) bereits geschafft haben, Einzug halten in viele industrielle Prozesse der Zukunft. Neue Materialien, Produkte und Produktionsmethoden werden hieraus entstehen, die zu einer nachhaltigeren Wertschöpfung beitragen.

Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter Fraunhofer IPA, stellte auf der Konferenz »Biointelligenz – Eine neue Perspektive für nachhaltige Wertschöpfung« am 27. Juni 2018 im Fraunhofer- Forum in Berlin Ergebnisse der Voruntersuchung zur Biologischen Transformation industrieller Wertschöpfung vor.

Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter Fraunhofer IPA, stellte auf der Konferenz "Biointelligenz – Eine neue Perspektive für nachhaltige Wertschöpfung" am 27. Juni 2018 im Fraunhofer- Forum in Berlin Ergebnisse der Voruntersuchung zur Biologischen Transformation industrieller Wertschöpfung vor.

Fraunhofer IPA, Foto: Silvia Körber

Unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA startete am 01.11.2017 mit dem Projekt BIOTRAIN eine breit angelegte Voruntersuchung zur biologischen Transformation der industriellen Wertschöpfung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) begleitet wurde. Weitere Mitglieder des Projektkonsortiums waren die Fraunhofer-Institute IGB, IML, IWM, IPT und IWU. Das Projekt verfolgte das Ziel, Potentiale und Bedarfe für die Umsetzung des Prozesses der Biologischen Transformation, insbesondere im Hinblick auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise, zu analysieren. Namhafte Interessenvertreter aus Wissenschaft, Industrie, Gesellschaft und Politik wurden aktiv in die Projektumsetzung eingebunden. Durch die Befragungen herausragender Fachexperten aus unterschiedlichsten Bereichen wurden Potenziale der Biologischen Transformation im Hinblick auf makro- und mikro-ökonomische Herausforderungen ermittelt. Darauf aufbauend konnten Basistechnologien des Transformationsprozesses identifiziert und, durch den Abgleich von Potenzialen und Bedarfen, der spezifische Forschungsbedarf ermittelt werden. Die Ergebnisse gelten als Startsignal für die Entwicklung hocheffizienter, sogenannter Biointelligenter Wertschöpfungssysteme und liefern wertvolle Impulse für eine erfolgreiche Gestaltung des Transformationsprozesses.

Zur ersten Veröffentlichung der Ergebnisse der Voruntersuchung fanden sich am 27. Juni 2018 über 85 Gäste im Fraunhofer-Forum in Berlin ein, um sich über das aktuelle Forschungsvorhaben zu informieren. Mit großem Interesse wurden die BIOTRAIN-Ergebnisse aufgenommen, die von Professor Bauernhansl, dem Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, vorgestellt wurden. Aber auch die Beiträge der weiteren teilnehmenden Referenten brachten Klarheit über die Relevanz einer Biologischen Transformation der Industrie. Dr. Holger Zinke, Gründer der B.R.A.I.N AG, eines deutschen Vorreiter-Unternehmens auf dem Gebiet der weißen Biotechnologie, Dr. Steffi Ober, Leiterin des Bereichs Ökonomie und Forschungspolitik des Naturschutzbunds Deutschlands und Dr. Uwe Gottschalk, Chief Scientific Officer der Lonza AG referierten unter anderem über die Visionen der Biologischen Transformation aus Sicht der Industrie und Gesellschaft. Die Politik war ebenso vertreten, in Person von Professor Wolf-Dieter Lukas, dem Abteilungsleiter für Schlüsseltechnologien Forschung für Innovationen im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), um die Perspektiven und Ziele dieses Transformationsprozesses aus Sicht der Bundesregierung zu schildern. Dr. Sophie Hippmann, Leiterin des „Think Tanks“ der Fraunhofer-Gesellschaft stellte zudem die Agenda Fraunhofer 2022 zur Biologischen Transformation vor, die diesen Trend in den kommenden Jahren intensiv aufnehmen und federführend begleiten möchte. Im Zuge dessen fand in den beiden darauffolgenden Tagen die Konferenz zur Biologischen Transformation „Futuras in Res“ mit weiteren Wissenschaftlern verschiedenster Disziplinen und maßgeblichen Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft statt. (https://futuras.fraunhofer-events.de/de/conference/).

Das Programm der BIOTRAIN-Abschlussveranstaltung wurde mit einem abschließenden Get-together abgerundet, welches Raum für Vernetzung und Austausch in einer entspannten Atmosphäre bot. Am Ende waren sich die Teilnehmer über die Wichtigkeit der Biologischen Transformation der Industrie und deren Potenziale und Notwendigkeit für eine nachhaltige Wirtschaftsweise einig. Das Startsignal und die Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Transformationsprozess waren gegeben.

Presseinformation Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

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Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
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