Projekte

KOSMoS

Kollaborative Smart Contracting Plattform für digitale Wertschöpfungsnetze (KOSMoS)

Programm: PDA Forschung für Produktion
Bekanntmachung: Industrie 4.0 - Intelligente Kollaborationen in dynamischen Wertschöpfungsnetzwerken (InKoWe)
Wettbewerb: Industrie 4.0 - Intelligente Kollaborationen in dynamischen Wertschöpfungsnetzwerken (InKoWe)

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt KOSMoS entwickelt eine Plattform zur firmenübergreifenden Vernetzung von Produktions- und Prozessdaten. Neben der sicheren Übertragung der Daten muss nachweisbar dargelegt werden können, dass die übermittelten Informationen auch korrekt sind. Hierfür wird die sogenannte „Blockchain“-Technologie genutzt. Eine Blockchain ist ein Datenspeicher, der nicht nur von einer Firma verwaltet wird, sondern gleichzeitig bei allen Geschäftspartnern vorliegt. Durch eine Verkettung der Datensätze ist eine nachträgliche Manipulation der Daten nicht möglich. Um die Daten sicher und unverändert in diese Datenbank zu bekommen, wird ein vorhandenes System zur Datenerfassung und -übermittlung an Cloud-Systeme weiterentwickelt. In die Plattform sollen neue Angebote und Geschäftsmodelle integriert werden können.

Projektdauer: 01.02.2019 − 31.01.2022

Projektkoordinator:
Dr. Armin Lechler
Universität Stuttgart - Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW)
Telefon: +49 711 685-82462
E-Mail: armin.lechler@isw.uni-stuttgart.de

Ansprechpartner bei PTKA:
Danuta Seredynska
Telefon: +49 721 608-22944
E-Mail: danuta.seredynska@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Viele Unternehmen erfassen bereits heute eine große Menge von Daten aus ihren Produktionsprozessen und über ihre Produkte, die anschließend für deren Optimierung verwendet werden. Das große Potenzial dieser Informationen liegt aber in ihrer unternehmensübergreifenden Nutzung. Das erlaubt die Optimierung der Produktion über das ganze Wertschöpfungsnetzwerk hinweg. Daraus wird Mehrwert für jeden beteiligten Netzwerkpartner erwartet. Auch könnten dann netzwerkweite Geschäftsmodelle etabliert werden. Allerdings steigen die Anforderungen an die Vertraulichkeit der zu teilenden Informationen.

Ziel
Das Forschungsprojekt KOSMoS entwickelt eine Plattform zur firmenübergreifenden Vernetzung von Produktions- und Prozessdaten. Neben der sicheren Übertragung der Daten muss nachweisbar dargelegt werden können, dass die übermittelten Informationen auch korrekt sind. Hierfür wird die sogenannte „Blockchain“-Technologie genutzt. Eine Blockchain ist ein Datenspeicher, der nicht nur von einer Firma verwaltet wird, sondern gleichzeitig bei allen Geschäftspartnern vorliegt. Durch eine Verkettung der Datensätze ist eine nachträgliche Manipulation der Daten nicht möglich. Um die Daten sicher und unverändert in diese Datenbank zu bekommen, wird ein vorhandenes System zur Datenerfassung und -übermittlung an Cloud-Systeme weiterentwickelt. In die Plattform sollen neue Angebote und Geschäftsmodelle integriert werden können.

Vorgehensweise
Es werden zusätzliche Kommunikationsmechanismen erarbeitet, die speziell für die Kommunikation mit einer Blockchain benötigt werden. Die Verarbeitung der gespeicherten Daten erfolgt in digitalen, selbstständig arbeitenden Verträgen (sog. Smart Contracts). Diese treffen Entscheidungen basierend auf erfassten Informationen. Beispielsweise kann ein Leasingpreis zugunsten des Maschinenbedieners angepasst werden, wenn dieser schonend mit der Maschine fertigt. Zur Evaluation der Plattform werden abschließend in konkreten Anwendungsfällen transparente Wartungskonzepte, dynamisches Leasing und ein einfacher Qualitätsnachweis von ausgelieferten Produkten als beispielhafte Geschäftsmodelle und Angebote in die Plattform integriert.

Ergebnisse und Anwendungspotenzial
Durch KOSMoS entsteht ein System, mit dessen Hilfe vor allem KMU Geschäftsmodelle realisieren können. Die Bereitstellung einer Smart Contracting Plattform lässt für die einzelnen Kooperationspartner aufgrund des hiermit erzielten Know-hows eine deutliche Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und damit der wirtschaftlichen Erfolgsaussichten erwarten. Darüber hinaus entstehen komplett neuartige Geschäftsmodelle auf Seiten der Steuerungs- und Maschinenhersteller sowie der Anlagenbetreiber. Für eine Evaluation der entstehenden Plattform werden externe Firmen einbezogen. Die erzielten Ergebnisse werden neben Veröffentlichungen und Vorträgen auch auf Konferenzen und Messen, in Gremien und den Kompetenznetzwerken der Länder verbreitet.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
info@ptka.kit.edu
Standort Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Standort Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu