Projekte

StahlAssist

Didaktische Gestaltung und arbeitswissenschaftliche Evaluierung von Assistenzsystemen für sicheres Handeln in komplexen Situationen (StahlAssist)

Programm: PDA Zukunft der Arbeit
Bekanntmachung: Arbeit in der digitalisierten Welt
Wettbewerb: Arbeit in der digitalisierten Welt (Verbundprojekte)

Kurzbeschreibung:
Ziel des Verbundprojektes ist es, Konzepte einer kollaborativen Zusammenarbeit bei Aufgaben der Instandhaltung zwischen unterschiedlichen Fachdisziplinen, Arbeitsbereichen und zwischen Unternehmen zu entwickeln und beispielgebend zu erproben. Das interdisziplinäre Expertenwissen soll in Assistenzsystemen gespeichert und den Beschäftigten vor Ort zur Vermeidung von zeit- und kostenintensiven Fehlern und zur Verkürzung von Problemlösungsprozessen dienen.

www:
http://www.stahlassist.de

Projektdauer: 01.04.2017 − 31.03.2020

Projektkoordinator:
Dr. Tina Haase
Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) - Geschäftsfeld Robotersysteme
Telefon: +49 391 4090-162
E-Mail: tina.haase@iff.fraunhofer.de

Ansprechpartner bei PTKA:
Dipl.-Ing. Ulrike Kirsten
Telefon: +49 721 608-31411
E-Mail: ulrike.kirsten@kit.edu

Detaillierte Projektbeschreibung

Problemstellung
Technische Verbesserungen in der Stahlproduktion haben physische Belastungen minimiert. Die zunehmende Vernetzung der Arbeitssysteme erhöht aber gleichzeitig die psychische Beanspruchung der Mitarbeiter. Insbesondere in der Instandhaltung müssen bei komplexen Störungssituationen eine Vielzahl aktueller Zustandsdaten der Anlagen ausgewertet werden. Für eine schnelle und sichere Behebung von Störungen ist daher das Erfahrungswissen der Spezialisten im Unternehmen und von externen Dienstleister unverzichtbar. Es besteht ein großer Bedarf an einer systematischen Integration des Erfahrungswissens in die Arbeitsgestaltung und in die Prozesse des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Zielstellung
Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Systems, welches Expertenwissen im Arbeitsprozess unmittelbar zur Verfügung stellt und damit einen Beitrag zur Gestaltung sicherer Arbeit und zur Qualifizierung der Mitarbeiter leistet. Die beispielhafte Entwicklung wird für die Instandhaltungsprozesse in der Stahlproduktion erfolgen und so konzipiert werden, dass diese Lösungen auf andere Prozesse und Produktionsbereiche sowie Branchen übertragbar sind.

Vorgehensweise
Dazu werden die Anforderungen an die Assistenzsysteme zum einen durch eine arbeitswissenschaftliche Gefährdungsbeurteilung an exemplarischen Arbeitsplätzen und eine Analyse der Qualifikationsanforderungen identifiziert. Zum anderen werden das fachsystematische Wissen und das Erfahrungswissen auf Basis von Einzel- und Gruppengesprächen mit Experten in die Assistenzsysteme überführt. Die Mitarbeiter in der Instandhaltung können dann im Arbeitsprozess über Tablets oder Datenbrillen auf diese Expertise zugreifen und sich mit Sprachverbindungen und über Kamerasysteme unmittelbar mit Experten austauschen und Lösungen erarbeiten.

Ergebnisverwertung
Das Projekt wird einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie und in Branchen mit vergleichbaren Anforderungen, wie z. B. Maschinen- und Anlagenbau sowie Chemieindustrie leisten. Alle Unternehmenspartner werden über die branchenspezifischen Fachzeitschriften, wie z. B. die Zeitschrift „Stahl und Eisen“, für eine unternehmensübergreifende Verbreitung sorgen. Über den Partner ISM Kirschbaum werden weitere Kundenkreise aus der Hüttenindustrie über die Ergebnisse informiert und durch den Projektpartner Wellmann Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG wird der Transfer in die Branchen Chemie und Energie sichergestellt. Die entwickelten Handlungsleitfäden, Gestaltungsempfehlungen und Instrumente werden anhand eines Werkzeugkastens durch BIT e.V. und VDI/VDE in Fachöffentlichkeit und Betriebe transferiert. Die BAuA beabsichtigt langfristig die Auswirkungen auf Normungsprozesse und technische Regelwerke zu untersuchen. Zudem werden die Forschungspartner die Projektergebnisse in die Lehre und weitere Forschung einfließen lassen.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
info@ptka.kit.edu
Außenstelle Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Außenstelle Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu