Horizont 2020

Das Rahmenprogramm der EU für Forschung und Innovation (2014 bis 2020)

Horizont 2020 vereint die gesamte Forschungs- und Innovationsförderung der EU, namentlich das bisherige Forschungsrahmenprogramm (RP7), die forschungsrelevanten Teile des Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) sowie das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT).
Ein wesentlicher Unterschied zum 7. Forschungsrahmenprogramm (RP7) ist die stärkere Fokussierung auf „Innovation“. Innovation wird als Schlüssel zur Sicherung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen gesehen. Auch in Horizont 2020 sind Kooperationsprojekte ein wesentlicher Bestandteil der Forschungsaktivitäten.

Forschungsthemen zur Produktion

Produktionsthemen spielen in unterschiedlichen Bereichen von Horizont 2020 eine Rolle.
Ein Förderschwerpunkt liegt im Bereich „Führende Rolle der Industrie“. Hier befindet sich unter dem Titel „Schlüsseltechnologien“ (Key Enabling Technologies – KET) der Bereich „Fortgeschrittene Fertigung und Verarbeitung“.
Daneben kann es auch Themen mit Produktionsaspekten in anderen Aktivitäten und Prioritäten geben, namentlich in „Wissenschaftsexzellenz“ oder den „Gesellschaftlichen Herausforderungen“


Fortgeschrittene Fertigung und Verarbeitung

Dieser Tätigkeitsbereich enthält die Public Private Partnership (PPP) Initiativen

  • Technologies for Factories of the Future (FoF)
  • Technologies enabling Energy efficient Buildings (EeB)
  • Sustainable and Low-Carbon Technologies in Energy-Intensive Process Industries (SPIRE)

Schwerpunkt in FoF ist die "diskrete" Produktion (als Abgrenzung zur Prozessindustrie). Themen wie neue Produktionsverfahren/-anlagen, Modellierung, Messen und Regeln, Energieeffizienz (Maschinen-, System-, und Fabrik-Ebene), Mensch & Unternehmen werden hier bearbeitet.

In EeB liegt der Fokus auf energieeffizientem Bauen (Baustoffe, Bauwerke, Ausrüstung, Systeme, Modellierung ...).

SPIRE enthält Themen aus dem Bereich der Prozessindustrie ("kontinuierliche" Produktion), wie z. B. das Schließen von Rohstoff-kreisläufen, effiziente Prozesse, Modellierung, Prozesssteuerung, Mess- und Regeltechnik ...
 

Antragstellung

Anträge können auch in Horizont 2020 zu Themen aus regelmäßig überarbeiteten Arbeitsprogrammen (AP) bei der Kommission gestellt werden.
Im Vergleich zum 7. Forschungsrahmenprogramm macht sich bei den Kriterien für eine Förderung von Forschungsprojekten die Betonung auf Innovation bemerkbar. Im Produktionsbereich kommt damit der Anwendbarkeit sowie dem Nachweis der Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse eine erhöhte Bedeutung zu.

Wer kann sich beteiligen?

  • Öffentliche und private Einrichtungen und Unternehmen
  • in einem Verbund von mindestens drei unabhängigen Projektpartnern
  • aus mindestens drei unterschiedlichen Mitgliedsstaaten oder assoziierten Staaten.
  • Zusätzlich sind außereuropäische Partner möglich

Welche Kosten werden erstattet?

  • Direkte Kosten: generell bis zu 100% der erstattungsfähigen Kosten, bis zu 70% der erstattungsfähigen Kosten bei marktnahen Vorhaben
  • Indirekte Kosten: Pauschal 25% der erstattungsfähigen Kosten

Weitere Details finden Sie auch auf den Seiten der Europäischen Kommission.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
info@ptka.kit.edu
Außenstelle Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Außenstelle Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu