BMBF-Abschlussveranstaltung: Additive Fertigung - Individualisierte Produkte, komplexe Massenprodukte, innovative Materialien (ProMat_3D)

Die additive Fertigung ermöglicht Innovationen, etwa indem komplexe geometrische Leichtbaustrukturen im Maschinenbau hergestellt werden können, die sich mit gängigen Verfahren bislang nicht oder nur mit viel Aufwand verwirklichen ließen. Im September werden aktuelle Projektergebnisse auf der Abschlussveranstaltung in Frankfurt a. M. vorgestellt.

Maßgeblich für die Qualität deutscher Erzeugnisse und den wirtschaftlichen Erfolg sind Innovationen. Die additive Fertigung ermöglicht solche Innovationen, etwa indem komplexe geometrische Objekte hergestellt werden können, die sich mit gängigen Verfahren bislang nicht oder nur mit großem Aufwand verwirklichen ließen.

Mit der Fördermaßnahme „Additive Fertigung – Individualisierte Produkte, komplexe Massenprodukte und innovative Materialien (ProMat_3D) unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei, diese innovative Produktionsform weiterzuentwickeln und für neuen Anwendungen zu erschließen.

Die Veranstaltung richtet sich an verantwortliche Personen und Fachleute in der additiven Fertigung. Die Koordinatoren und Projektpartner der im Frühjahr 2017 gestarteten Verbundprojekte werden in kurzen Impulsbeiträgen die Ergebnisse und Anwendungsbeispiele vorstellen. Es besteht dabei die Gelegenheit, sich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auszutauschen, Kontakte zu Experten zu knüpfen und im Rahmen einer Ausstellung zu vertiefen. Neue Erkenntnisse zur Erschließung internationaler Märkte können durch transnationale Zusammenarbeit dazugewonnen werden. Ausgewählte ERA-NET-Projekte werden ihre Ergebnisse aus europäischen Verbundvorhaben auf der Veranstaltung präsentieren. Es werden Wege aufgezeigt, wie neue Methoden und Werkzeuge zur Einführung und besseren Nutzung der additiven Fertigung zukünftig angewendet werden können.

Die Veranstaltung hat vier Schwerpunkte:

1. Neue Entwicklungsprozesse – Additive Fertigung für Produktideen nutzen

Mit neuesten Erkenntnissen können additiv gefertigte Bauteile zuverlässig und sicher produziert werden. Softwaregestützte Werkzeuge für den Produktentstehungsprozess und Handlungsempfehlungen für die gezielte Kombination der additiven Verfahren mit klassischen Herstellmethoden machen die neuartige Technologie besser nutzbar. Somit unterstützt die additive Fertigung die Verwirklichung von Produktideen der Zukunft beispielsweise im Maschinenbau und in der Medizintechnik.

2. Intelligente Prozesse für die Multimaterialverarbeitung – Materialmix additiv fertigen

Durch neuartige additive Verfahren lassen sich zukünftig großflächige Bauteile aus faserverstärken Materialien für Windkrafträder effizient herstellen. Metall-Keramik-Verbundbauteile aus dem Drucker und hybride Drucktechnologien ermöglichen die schnelle Herstellung komplexer Bauteile für die Informations- und Messtechnik.

3. Intelligente Fertigungsautomatisierung – Integration additiver Herstellverfahren

Die Erfassung und Berücksichtigung variabler Prozessparameter zur Qualitätssicherung im Herstellprozess ermöglicht es, Bauteile zuverlässig und effizient additiv zu fertigen. Neue Produktionstechnologien erlauben zukünftig sogar, den 3D-Druck von Implantaten aus Metall mit Sensoren zu verbessern.

4. Intelligente Maschinen und Anlagenkonzepte – Komplexe Produkte flexibel herstellen

Durch verbesserte Herstellverfahren für den 3D-Druck rücken Metallspiegel mit maßgeschneiderten Eigenschaften in optischen Geräten für den Einsatz im Weltraum in greifbare Nähe. Die bisher aufwendige Herstellung und Reparatur von beispielsweise großen Umformwerkzeugen der Automobilindustrie können durch eine innovative hybride Fertigung effizienter gestaltet werden. Mit neuartigen Maschinen- und Anlagenkonzepten einschließlich der Pulveraufbereitung in der additiven Fertigung lassen sich zukünftig auch hochfunktionale Stahlwerkstoffe für variantenreiche, aber dennoch effizient hergestellte Tragstrukturen im Fahrzeugbau einsetzen. Darüber hinaus lassen sich nun auch Keramikbauteile für komplexe Elektronikbaugruppen mit modernen 3D-Druckverfahren zuverlässig produzieren.

Über die Anmeldemöglichkeit wird auf der Seite Veranstaltungshinweise informiert. Oder schreiben Sie uns gerne und wir benachrichtigen Sie, wenn die Anmeldung eingerichtet ist.  

Die Forschungsprojekte wurden mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Dachprogramms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

Die geförderten Projekte im Überblick.

Projektträger

Projektträger Karlsruhe (PTKA)
Produktion, Dienstleistung und Arbeit
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
76344 Eggenstein-Leopoldshafen

+49 (0)721 608-25281
info@ptka.kit.edu
Außenstelle Dresden
PTKA

Ansprechpartner

Sekretariat Karlsruhe

Susanne Zbornik

+49 (0)721 608-25281
susanne.zbornik@kit.edu

Sekretariat Außenstelle Dresden

Heike Blumentritt

+49 (0)721 608-31435
heike.blumentritt@kit.edu